Der „neue“ H.A.S.

 

Im Oktober 2008 regte der damalige Schonunger Bürgermeister Kilian Hartmann die Wiederbegründung des „Heimatkundliches Arbeitskreis“ an und im März 2009 trafen sich erstmals an der Heimatgeschichte interessierte Frauen und Männer im Rathaus, um den „neuen“ H.A.S. aus der Taufe zu heben. Als Sprecher fungiert seitdem Klaus Meißner. Er hatte mit seinen Dia-Vorträgen über Schonungen großes Interesse bei Einwohnern geweckt, die ebenfalls alte Bilder hatten und sich Sorgen um deren Erhaltung machten.


Diese Sorgen machten sich die Mitglieder des Arbeitskreises zu Eigen: Sie wollten vor allem die historischen Fotoschätze, die überall in den Familienalben schlummerten, heben und für die Zukunft sichern. Es folgten Berichte in der Presse und regelmäßige Aufrufe im Gemeindeblatt, dem Arbeitskreis Bilder zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit dem Gemeindearchiv [LINK hinter Gemeindearchiv http://www.schonungen.de/Rathaus_Anschrift_Gemeindearchiv.html  mit Kreisbildstellen und Denkmalämtern intensiviert.


Gut zwei Jahre nach dem Start rückte der Arbeitskreis, der als kulturelle Institution der Gemeinde Schonungen deren besondere Unterstützung genießt, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit: Im März 2012 präsentierte er in einer fotografischen Zeitreise [LINK hinter „fotografische Zeitreise“ auf HAS / Projekte / Im Jahr 2012] verschiedenste historische Bilder und Postkarten aus den Ortsteilen, die auf großes Interesse in der Bevölkerung stießen.


Ermutigt vom positiven Echo auf diese Präsentation nahm der H.A.S. nun sein nächstes, größeres Projekt in Angriff: 2014 würde in ganz Europa des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs gedacht werden. Der Arbeitskreis wollte ermitteln, inwieweit dieser mit hohen Verlusten an Menschen und Material geführte Krieg auch in der Großgemeinde Spuren hinterlassen hat. Bei Privatleuten und Vereinen wurden Erinnerungsstücke ermittelt, sowie auf Kriegerdenkmälern, in Archiven und in Datenbanken den Schicksalen der Soldaten und Gefallenen nachgespürt. Im März 2014 wurde die Ausstellung „Heimatfront und Schützengraben“ [LINK auf HAS/Projekte/Jahr 2014] präsentiert, die trotz des ernsten Themas zahlreiche Besucher und erneut ein sehr positives Echo verzeichnen konnte. Als Nachfolgeprojekt sollen die Ergebnisse der Sammlungs- und Forschungsarbeit in einem Buch veröffentlicht werden.

 

Auch in den kommenden Jahren wird sich der Heimatkundliche Arbeitskreis mit der Geschichte der Ortsteile der Großgemeinde Schonungen beschäftigen und seine Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Zwar existieren inzwischen aus fast allen Dörfern Publikationen zur Ortsgeschichte, vergleichende Analysen zwischen den von Wein und Main aber auch von Industriearbeitern und Gewerbe stärker geprägten Ortschaften in Flußnähe und den vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Dörfern des Hinterlandes aber stehen noch aus. Daneben gilt das Augenmerk des H.A.S. auch weiterhin der Sicherung und Präsentation der Fotoschätze der Gemeinde.